chapeau claque logo web

Pressestimmen zu "Räuber Hotzenplotz wurde beraubt"


FT vom 17. August 2009

Theaterstück Räuber Hotzenplotz wurde beraubt von Chapeau Claque Bamberg

Bei der Vorstellung des Kinder-und Jugendtheaters auf der Altenburg zeigte ein kleiner Junge besonders großen Eifer. Er wollte den Räuber zur Raison bringen und hatte dabei seine ganz eigene Methode. Das hätte sich der gefürchteste Räuber nicht träumen lassen: Ein sechsjähriger Räuber raubt seine Waffe! Stephan Bach muss wohl in seiner Rolle als Räuber Hotzenplotz im gleichnamigen Theaterstück des Bamberger Kinder- und Jugend- theaters einen sehr überzeugenden Auftritt geboten haben. So überzeugend, dass ein Junge aus dem Publikum zur Tat schritt. Beim Aufräumen seiner Räuber- höhle auf der Altenburg vermisste der Darsteller seine Räuberpistole, mit der er in der Vorstellung auf Kasperl und Seppel schoss. Anscheinend hatte eines zahl- reichen Kinder, die nach der Vorstellung die Bühne stürmen und mit den Schau- spielern reden dürfen, die Waffe heimlich mitgehen lassen. Der Räuber musste sich eingestehen, dass er nicht gut auf sein wichtigstes Requisit aufgepasst hatte und versprach bis zur nächsten Vorstellung eine neue zu besorgen. Doch so weit musste es gar nicht kommen, denn drei Tage später lieferte die Oma eines kleinen Theaterbesuchers die "Waffe" bei Chapeau Claque ab. Das Motiv des "Nachwuchsräubers" war allerdings ein sehr edeles: Wenn er es nämlich an Fasching mit seiner Pistole zu wild treibe, dann nehme ihm seine Mama die Pistole für drei Tage ab. So war es ja auch nur logisch, dass der Junge einschreiten musste, als der Räuber Hotzenplotz so wild auf der Bühne "herumballerte", dass sogar die Oma auf der Bühne in Ohnmacht fiel – das musste bestraft werden. Logisch aber auch, dass er die Pistole nach drei Tagen wieder zurückgab.